Geschichte der Segelfluggruppe Bensheim

zusammengestellt: Stefan Zirngibel

000 deckbl mü13 flugKeine Entwicklung von A-Z, sondern von Z bis A hat die Segelfluggruppe Bensheim in den letzten Jahrzehnten erfolgreich hinter sich gebracht. Von Z wie Zebra, einem Eigenbau-Segelflugzeug der frühen Jahre, bis zu A wie Albatros, einem selbstentwickelten und richtungsweisenden Navigationsgerät mit GPS-Unterstützung.

Fast 90 Jahre sind vergangen, seit sich im Jahre 1929 rund 20 junge Leute in Bensheim entschlossen, mit der Fliegerei anzufangen. Sie wollten nicht nur Modelle, sondern richtige Segelflugzeuge bauen - und sie dann auch selbst fliegen. Die Segelfluggbewegung entstand in den zwanziger Jahren, als nach dem ersten Weltkrieg in Deutschland keine Motorflugzeuge mehr gebaut werden durften.

Die Bensheimer sind also recht früh dabei, erleiden aber wie alle Fliegergruppen in den dreißiger Jahren das Schicksal der Übernahme durch die Nazis, die aus kriegerischen Gründen auf der Suche nach jungen Piloten sind. Nach dem zweiten Weltkrieg gibt es wieder ein Flugverbot für Deutschland. Aber Basteln ist ja erlaubt und so finden sich in Bensheim wieder einige Flugbegeisterte, die ein Segelflugzeug selbst bauen und 1953 der Öffentlichkeit vorstellen. Und 1959 gibt es endlich ein eigenes Fluggelände auf den Bensheimer Stadtwiesen.

Die ausführliche Version mit Illustrationen können Sie hier herunterladen: "Geschichte der Segelfluggruppe Bensheim e. V."

 

Die Chronik in Kurzform

 

1951

SGB Gruendungsfoto1951 Die Gründungsversammlung der Segelfuggruppe Bensheim in der Werkstatt von Otto Wünsch im Mai 1951.
Sitend von links nach rechts: Walter Ludwig, Willi Weyrauch, Otto Wünsch, Carl di Lorenzi, Werner Kreuzer, Hans Lambert.
Stehend von links nach rechts: Klaus Birende, Ludwig Schambach, Georg Boos, Edmund Freitag, Adam Lehmann, Walter Weirich, ?, Erich Hunac', Karl-Heinz Hinz, Josef Bierbaum, Helmut Weirich, Willi Petermann.
Auf dem Bild fehlt Fritz Schader sen.

1953       

53 3sg38taufeAm 12. September wird zur Winzerfestausstellung nach vier Jahren Bauzeit und nach 4000 Baustunden das erste selbst gebaute Flugzeug, der Schulgleiter SG38, der Öffentlichkeit und eine Schleppwinde vorgestellt. Bürgermeister Treffert tauft den Schulgleiter auf den Namen „Stadt Bensheim“.

Zuerst in einer Feuerwehrunterkunft, dann in der Bleich und zuletzt im damaligen Goethe-Gymnasium entsteht der erste Doppelsitzer, ein Bergfalke II Mü13 E.

1955

Am 5. Mai treten die Pariser Verträge in Kraft, die Bundesrepublik Deutschland hat mit der Souveränität auch die Lufthoheit über das Land zurück; es darf wieder motorisiert geflogen werden!

1956

56 taufeAm 21. April wird der Doppelsitzer Bergfalke II Mü13 E anläßlich der 1000 Jahre Marktrecht-Feier auf den Namen „Bensheimer Kirchbergspatz“ getauft.

In den Anfangsjahren dienen noch fremde Wiesen in Heppenheim, Lorsch, Griesheim und Worms den Bensheimern als Fluggelände.

1958

61 barackeDie Segelfluggruppe Bensheim e.V. erhält durch die Pachtvertrag die Möglichkeit auf den "Bensheimer Stadtwiesen" zu fliegen. Unter großem persönlichem Einsatz der Mitglieder wurde das Gelände zunehmend komfortabler gestaltet. Zunächst wurde eine Baracke errichtet, die neben einem Aufenthaltsraum auch eine Werkstatt beherbergte. Der Verein konnte nunmehr selbst Flugzeuge bauen, warten und reparieren. Später kam ein Hangar dazu. Eine Schleppmaschine wurde von einem Vereinsmitglied zu Verfügung gestellt.

Schritt für Schritt wird das neue Fluggelände ausgebaut. Eine Baracke, nordwestlich auf dem Gelände gelegen, dient als Unterkunft und Werkstatt. Eine Ka3 wird gekauft, eine Ka8, eine Ka6 und ein Geier II, werden gebaut.

1962

Am 19. August fliegt Erhard Jatsch mit einer Ka 8 von Bensheim nach Straubing. Für die 320 km braucht er 6 Stunden und 10 Minuten.

1963

62 geierIm Frühjahr wird ein Geier II fertiggestellt, der schon am 16. August zu Bruch geht.

1964

Erhard Jatsch fliegt als erster die Strecke von Bensheim zur Partnerstadt Beaune in Frankreich. Für die 420 km braucht er genau 9 Stunden. Kauf des Motorseglers SF 25. Das zu schwach motorisierte Flugzeug geht am 19. April zu Bruch. Pilot und Gast werden verletzt.

1971

Otto Wünsch übergibt nach 21 Jahren das Amt des 1. Vorsitzenden an Wolfgang Franke.

1972

72 brandAufgrund eines technischen Defektes in der Elektrik brennt die Unterkunft, die am Schwanheimer Ende des Fluggeländes liegt und auch als Werkstatt dient, vollständig aus. Zum Glück ist niemand im Gebäude, aber etliche Flugzeugteile, die Seilwinde, das Rückholfahrzeug und die ganze Werkstattausrüstung werden zerstört.

In den kommenden 4 Jahre muss erst einmal gebaut werden, bevor geflogen werden kann. 300-400 Baustunden arbeiten viele Mitglieder, manche sogar über 1000 Stunden und errichten am anderen Ende des Flugplatzes das heute genutzte Clubhaus mit einen Aufenthaltsraum für ca. 100 Personen und einer Werkstatt, die als so genannter "Luftfahrttechnischer Betrieb" vom Luftfahrtbundesamt zugelassen ist. Dies ist eine Voraussetzung zur Durchführung von Reparaturen, Wartungsarbeiten oder gar Neubauten von Segelflugzeugen.

1973

78 LS1Kauf des ersten Kunststofflugzeuges, der LS1c, Kennzeichen D-0923.

Die Kunststoff-LS 1c der Bensheimer hat eine Gleitzahl 37, d.h. mit 1000m Höhe fliegt dieses Segelflugzeug (bei 90km/h) 37 km weit.

Mit diesem Leistungssegelflugzeug und entsprechenden privaten Segelflugzeugen mehrere Vereinsmitglieder wird jetzt verstärkt der Streckensegelflug vorangetrieben.

1974

76 neubauBeginn des Aufbaus des neuen Vereinsheims mit Werkstatt, Halle, Boxen und Einliegerwohnung. Während andere Vereine fliegen, wird auf den Bensheimer Stadtwiesen hart gearbeitet.

300-400 Baustunden arbeiten viele Mitglieder, manche sogar über 1000 Stunden und errichten am anderen Ende des Flugplatzes das heute genutzte Clubhaus mit einen Aufenthaltsraum für ca. 100 Personen und einer Werkstatt, die als so genannter "Luftfahrttechnischer Betrieb" vom Luftfahrtbundesamt zugelassen ist. Dies ist eine Voraussetzung zur Durchführung von Reparaturen, Wartungsarbeiten oder gar Neubauten von Segelflugzeugen.

1976

Im November planieren amerikanische Pioniere die Start- und Landebahn auf den Bensheimer Stadtwiesen.

1977

Fertigstellung der Gebäude. Kauf einer Schleppmaschine, der ELSTER C der Fima A. Pützer KG. Bonn mit dem Kennzeichen D-EDWI.

1980

Im Januar versammeln sich die weiblichen Größen des deutschen Segelflugs zum Hexentreffen auf den Bensheimer Stadtwiesen. Unter den 70 Teilnehmerinnen sind Marlis Bertram, Gudrun Emde, Marlis Kall und Gisela Weinreich. Marlies Thurm, heute Schader, organisiert das Treffen.

1981

81 g103Kauf der zweiten Kunststoffmaschine, einer Grob G103, die vom Bürgermeister Stolle auf den Namen „Bensheim“ getauft wird.

1982

SchaderIm 10. August stirbt Fritz Schader sen. In einem Leben für den Segelflug hat er, ein wahrer Idealist, mit seinem ganzen Können und Wissen, all seinen Fähigkeiten und genialen Ideen, in unübertroffener Selbstlosigkeit seinem Verein gedient und von Anfang an über drei Jahrzehnte wie kein anderer dessen Weg und Geist bestimmt. Das Vereinsheim bekommt den Namen „Fritz Schader-Haus“.

1983

45 Segelflieger des Eerste Limburgse Zweefvlieg Club de Schinveld aus den Niederlanden sind zum ersten Mal zu Gast auf den Bensheimer Stadtwiesen.

1987

Kauf der ersten LS4 von der Firma Rolladen Schneider in Egelsbach. Sie erhält das Kennzeichen D-5743 und das Wettbewerbskennzeichen RC. Die LS4 ist ein einsitziges Hochleistungssegelflugzeug.

1988

88 h36Kauf eines neuen Motorseglers H36 DIMONA von der Firma Hoffmann Aircraft GmbH, Wien, Österreich, mit dem Kennzeichen D-KOPA.

Der Verein kauft wegen der guten Flugbilanz und entsprechnder Nachfrage noch eine weitere LS 4, die das Wettbewerbskennzeichen EA und das Kennzeichen D-1846 bekommt.

Foto: Willi Wegscheider (links) mit Otto Wünsch

1992

93 g102Wolfgang Franke gibt den Vereinsvorsitz nach 21 Jahre in jüngere Hände. Willi Wegscheider wird 1. Vorsitzender.

Im gleichen Jahr erfolgt der Kauf des einsitzigen Segelflugzeugs G 102, CLUB ASTIR III von der Firma Grob. Das Segelflugzeug  wird für die fortgeschrittene Schulung eingesetzt, Kennzeichen D-3790.

1993

Das Jahr 1993 wird das Jahr der Nachwuchspiloten:
Thorsten Happel, Sven Kastner und Patrick Thurm erreichen bei der DMSt als Mannschaft in der Club Klasse Junioren in der Hessenwertung den 1. Platz.
Uwe Wahlig erreicht bei der DMSt in der 15 Meter Klasse Junioren in der Hessenwertung den 1. Platz und in der Bundeswertung den 3. Platz.
Waltraud Münstermann erreicht bei der DMSt bei den Damen in der Hessenwertung den 3. Platz und in der Bundeswertung den 8. Platz.
Gabi Moock-Weber, Rainer Wahlig und Uwe Wahlig erreichen bei der DMSt als Mannschaft in der 15 Meter Klasse in der Hessenwertung den 2. Platz.
Willi Wegscheider erreicht bei der DMSt in der Standard Klasse in der Hessenwertung den 1. Platz und in der Bundeswertung den 3. Platz.
Martin Gaber erreicht beim Jugendvergleichsfliegen in der Hessenwertung den 2. Platz und in der Bundeswertung den 15. Platz.

1994

Kauf einer weiteren G-102 STANDARD ASTIR III, die ebenfalls für die fortgeschrittene Schulung eingesetzt wird, Kennzeichen D-6829.

1995

Kauf einer ASK21 der Firma Alexander Schleicher GmbH & Co., Poppenhausen. Die doppelsitzige ASK21 wird für die Anfänger- und Akrobatikschulung eingesetzt.

WilliWegscheiderWilli Wegscheider erreicht bei der DMSt in der Standard Klasse in der Hessenwertung den 3. Platz.
Uwe Wahlig erreicht bei der DMSt in der 15 Meter Klasse Junioren in der Hessenwertung den 2. Platz und in der Bundeswertung den 5. Platz.
Waltraud Münstermann erreicht bei der DMSt bei den Damen in der Hessenwertung den 1. Platz.
Martin Gaber erreicht beim Jugendvergleichsfliegen in der Hessenwertung den 3. Platz.

1996

Kauf des zweisitzigen Hochleistungssegelflugzeugs DUO DISCUS der Firma Schempp-Hirth Flugzeugbau GmbH, Kirchheim-Teck, BRD, Kennzeichen D-3071.
Die Schleppmaschine ELSTER mit dem Kennzeichen D-EDWI wird von einer neuen Maschine, der A-1 HUSKY der Firma Aviat Aircraft Inc. Afton Wg. USA , abgelöst. Die ELSTER geht nach Bayreuth, nicht mehr um Segelflugzeuge zu schleppen, sondern Banner, was ihr etwas leichter fallen wird. Die neue Schleppmaschine bekommt das Kennzeichen D-ELMY.
Ulrich Götz und Stefan Zirngibl fliegen mit dem DuoDiscus zur Bensheimer Partnerstadt Beaune in Frankreich. Sie brauchen für die 420 km 5 Stunden10.
Willi Wegscheider erreicht bei der DMSt in der 15 Meter Klasse in der Hessenwertung den 1. Platz.

1997

Ronald Weber übernimmt von Willi Wegscheider das Amt des 1. Vorsitzenden.
Peter Simon erreicht bei der DMSt in der Offenen Klasse in der Hessenwertung den 2. Platz.

1998

OttoWuensch2Am 12. Mai stirbt der Ehrenvorsitzende Otto Wünsch. Mit ihm verliert die Segelfluggruppe einen Menschen, der mit seinem freundlichen und hilfsbereiten Wesen bei allen Fliegern beliebt und geschätzt war, einen Segelfliegerkameraden, den die Begeisterung für den lautlosen Sport nie losgelassen hat, einen Vereinskameraden, wie man sich ihn engagierter nicht vorstellen kann.

1999

Vom 31.Juli bis 02.August fliegen Fritz Baum, Uli Götz, Klaus Koser, jun., Hans Kreuzer, Herbert Piotrowski, Peter Simon, Winfried Simon, Franz-Wilhelm Wahlig und Willi Wegscheider bei 12 Flügen zusammen 6444 km. Klaus Koser und Hans Kreuzer fliegen zum ersten Mal ein 500er. Die längste Strecke schafft Peter Simon am 2. August mit 764 km, die längste Strecke in der Geschichte der Segelfluggruppe.

SeeparkspieleBei den Seeparkspielen, einer Wettkampfsendung des Hessischen Rundfunks, schafft es die Bensheimer Fliegerjugend gegen starke Konkurrenz in die Endrunde und gewinnt den 1. Preis, ein Vereinsheim von einem Fertighaushersteller. Ronald Weber gelingt es nach zähen Verhandlungen, dass der Verein einen beachtlichen Geldbetrag erhält, denn ein Vereinsheim gibt es schließlich schon.

2001

Chronik2000Hoher Grundwasserstand führt vermehrt zu Rissen am Clubhaus und die Landebahn steht wochenlang unter Wasser. Der Gewinn der Jugendmannschaft wird letztendlich zur Sannierung des Clubheims und des Landebahnsystems, sowie zum Bau einer zweiten Flugzeughalle eingesetzt. Die Segelfluglandebahn 32 wird auf die Ostseite verlegt und die lange Hauptbahn wird begradigt. Damit gewinnt man mehr Abstand zu den Gebäuden und kann die Windenseile gerade auslegen. Ein immenser Sicherheitsgewinn!

2001

Auf der aufgeweichten alten Landebahn kommt es zu einem Schaden an der Schleppmaschine, die anschließend für mehrere Monate wegen Reparatur ausfällt. Es wird nun vorübergehend in Heppenheim geflogen.

2002

Wie im Vorjahr kommt eine JU 52 der Lufthansa beim Flugtag als Überflug vorbei.

2003

993 haufenRonald Weber gibt den Vereinsvorsitz an Winfried Simon weiter.

Die Gebäudesanierung (Risse und Dacherneuerung) wird begonnen.

Im Frühjahr nach dem Flugtag wird die Start- und Landebahn angehoben, um wieder trockenen Boden unter die Füße zu bekommen. Außerdem wird die Bahn begradigt. Im Herbst 2003 ist es dann soweit: Mehr als 300 Sandhaufen verwandelten die Stadtwiesen kurzzeitig in eine Dünenlandschaft.

 

2004

994pflasterWährend die neue Start- und Landebahn Form annimmt beginnt der Neubau einer 2. Flugzeughalle im Frühjahr. Zum Flugtag 2004 wird die neue Halle als Rahmen der 75-Jahrfeier der Segelfluggruppe Bensheim eingeweiht.

Die Monteure des Hallenherstellers können dann im Frühjahr 2004 durch die Unterstützung einiger Segelflieger innerhalb von einer Woche die neue Flugzeughalle hochziehen. Nach ein paar Restarbeiten strecken aber die Flugzeuge schon Ihre Flügel Richtung Hallendecke.
Mit der neu bezogenen Halle hoffen wir im Bensheimer Segelflugverein für die nächsten Jahre genug Platz geschaffen zu haben.

Mit dem großen Tor der neuen Halle können nun auch die größeren Segelflugzeuge und Schlepp-flugzeuge ohne aufwändige Rangier¬arbeiten aus der Halle geholt werden, was gerade für den Ausbildungsbetrieb eine Er¬leichterung bringen soll.

2006 Neuer Vorsitzender wird Mark Mohler
2008

JU52Am Flugtag landet zum ersten Mal eine Ju52 der JuAIR aus der Schweiz für Rundflüge direkt auf den Bensheimer Stadtwiesen. Die „Tante“ erfreut sich in Bensheim großer Beliebtheit. Daher ist sie auch in den kommenden Jahren gern gesehener Gast beim Flugtag, trotz der stetig steigenden Auflagen und des damit verbundenen organisatorischen Aufwands.

Eine Gruppe der Lebenshilfe Bensheim verbringt einen Tag am Segelflugplatz mit einem auf sie abgestimmten Programm inklusiver Besichtigung der Flugzeughallen. Da es allen Beteiligten viel Spaß bereitet, wird es regelmäßig wiederholt.

2008

Mit Marlies Schader übernimmt erstmals eine Frau den Vorsitz der Segelfluggruppe Bensheim. In dem traditionell von Männern dominierten Sport gelten Frauen eher als seltenere Exoten.

Nicht so in Bensheim: Hier sind aktive Segelfliegerinnen über alle Generationen, von Schüler- bis ins Rentenalter, vertreten. Und das sehr erfolgreich: z.B. Waltraud Münstermann hessische Damenmeisterin 1995 im DMSt, Judith Simon Hessenmeisterin Damenwertung  sowohl 2013 wie 2014 im dezentralen Streckenflugwettbewerb Online-Contest (OLC), erfolgreiche Teilnahmen an zentralen Wettbewerben: Deutsche Damenmeisterschaften 2010: Judith Simon (Platz 10), Caroline Koser (Platz 11); 2012:  Judith Simon (Platz 8), Karin Hirzel (Platz 14), 2014: Deutsche Juniorenmeisterschaften: Caroline Coser (Platz 27). Innerhalb des Vereines sind sie u.a. als ehrenamtliche Fluglehrerin, Trainerin, Flugleiterin, Windenfahrerin und auch in der Werkstatt tätig.

2010

Die Sanitäranlagen des Vereinsheimes sind mittlerweile schon in die Jahre gekommen. Wieder bildet sich ein Team, (Fritz Schader, Franz-Wilhelm Wahlig u.a.), das sich der Sanierung mit viel Sachverstand und Engagement annimmt.
Die Ka8, der Vereinsoldtimer, bekommt eine Cabriohaube, handgefertigt unter der Federführung von Horst Garber.
Insgesamt dokumentieren die Bensheimer Segelflieger in diesem Jahr 47.616 km im reinen Segelflug - Rekord.

2011

Wellenflugvortrag2Im Januar platzt das Vereinsheim aus allen Nähten: Fast 100 hang- und wellenflugbegeiste Segelflieger aus dem ganzen Südwesten treffen sich mit Fachleuten wieder auf einem Symposium zum gemeinsamen Erfahrungsaustausch. Gemeinsam mit Fliegerfreunden aus Dannstadt und Grünstadt organisiert, wird das Wellflugsymposium Bensheim in den kommenden Jahren zu einem stehend Begriff in der Fachwelt, Bensheim als Startplatz für ausgiebige Hangflüge im Herbst entlang der Bergstraße bundesweit bekannt. So kommt es, dass im scheinbar für Segelflieger ungeeigneten Jahreszeit Herbst/Winter bei den richtigen Windverhältnissen zahlreiche Segelflugzeuge aus den Stadtwiesen in den Himmel starten.

2013

Im August erreichen mehrere Bensheimer Segelflieger in einer Welle (= besondere Luftströmung) über dem Rheintal Höhen von mehr als 3000 m.
Bensheim ist Austragungsort des hessischen Jugendvergleichsfliegen. Andreas Weskamp nutzt den Heimvorteil und wird hessischer Vizemeister. Auf Bundesebene erreicht er Platz 8, bei der Wahl Bensheimer Juniorsportler des Jahres landet er auf Platz 3.  Judith Simon wird Vereinsmeisterin sowie Hessenmeisterin Damenwertung im OLC.
Im Herbst gewinnen Uwe Wahlig und Andreas Weskamp den Spaßwettbewerb „Opa-Wolf-Pokal“ in Reinheim: Ein Wanderpokal südhessischer Segelflieger, bei dem mit historischen Holzkufen-Segelflugzeugen eine besondere Form der Ziellandung absolviert werden muss.
Der „Dr. Angelika Machinek Verein zur Förderung im Frauen-Segelfliegen“ hat die Bensheimer Nachwuchspilotin Caroline Koser zur besonderen Förderung ausgewählt. Der Hessische Rundfunk dreht dazu einen Beitrag für „Der Himmel über Hessen“ mit der Segelflugweltmeisterin Susanne Schödel und Caroline Koser.

2014

P1050550 verkleinertBeim Winzerfestumzug gewinnt der Wagen der Segelflieger Bensheim den ersten Preis: In mehr als 350 Arbeitsstunden baut die Jugendgruppe nach Plänen von Hermann Landgraf mit der Unterstützung des gesamten Vereines eine Ju52 aus Wellpappe.

Am 3. Oktober wird der „Opa-Wolf-Wettbewerb“ in Bensheim ausgetragen. Der Pokal geht nach Vielbrunn im Odenwald.

Die Bensheimer Segelfluggruppe erreicht den 1. Platz in der OLC-Landesliga Hessen, Judith Simon wird Hessenmeisterin in der Damenwertung des OLC.

2015

Der Verein passt seinen Ausbildungsbetrieb den neuesten europäischen Vorschriften an und erhält die Zulassung als Ausbildungsorganisation (ATO) nach Europarecht.

Der Hessische Luftsportbund tagt in Bensheim, die Organisation übernimmt die Segelfluggruppe.

 

Fliegen an der Bergstraße (1929 - 1935)

35 hjDie Segelfluggruppe entstand strenggenommen aber schon viel früher, nämlich schon 1929. Allerdings wurde sie, wie alle Fliegervereine während des Dritten Reichs aufgesaugt in den NS-Organisationen Flieger-HJ und NSFV. Ein Dokument aus dieser Zeit ist das folgende Werk.

Der nachfolgende Text ist ein interessantes Zeugnis seiner Zeit, das wir Ihnen nicht vorenthalten wollen. Er beschreibt, unter welchen Bedingungen, mit welcher Begeisterung damals gebaut und geflogen wurde. Der Text ist vom politischen Zeitgeist deutlich geprägt. Zu unseren heutigen politischen Überzeugungen und Ansichten besteht kein Zusammenhang. Die Segelfluggruppe Bensheim ist ein unpolitischer Verein flugbegeisterter Menschen.

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Pressereferentin:

UliPawel128

Ulrike Pawel
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