Posted on / by Ulrike Pawel / in Ausbildung, FLUGBETRIEB

Segelflug-Prüfung mit „Wetter all inclusive“

Flugschüler Lasse Sokoll hatte seinen Prüfungstag gut vorbereitet: alle nötigen Papiere parat, die Theorie nochmals kurz aufgefrischt, Wetterberichte eingeholt, die Startmannschaft freundlich um rechtzeitiges Erscheinen und Unterstützung gebeten („Ist doch selbstverständlich…“), den Schulungsflieger persönlich durchgecheckt. Dass die Schleppmaschine tags zu vor leider durch ein technisches Problem ausfiel, daran konnte Sokoll nichts ändern.

Das ist nicht tragisch, denn auch Windenstarts sind für eine Segelfliegerprüfung ausreichend.

Prüfer Friedemann Küster schwebt wie angekündigt pünktlich aus Mainz-Finthen ein. Die Nervosität steigt. Was macht das Wetter? Gibt es noch den angekündigten auffrischenden Hangwind? Oder noch etwas Thermik wie vormittags? Um es kurz zu machen: Das Wetter gibt alles: Sonne, Seitenwind von links, stark, plötzlich kurzzeitig schwach, Rückenwind, Regen, Flugzeug abledern, böiger Wind von vorne, Seitenwind von rechts, kräftig, etwas Niesel, Wind schwenkt zeitweise wieder auf die Bahn,… Aber Lasse lässt sich nicht irritieren, auch nicht von einer ungeplanten Startunterbrechung, er hat alles im Griff. Der Prüfer ist zufrieden, alle freuen sich und gratulieren dem glücklichen Aspiranten.

Im Hintergrund zeigt sich ein Regenbogen, die dunklen Wolken ziehen ab, der Hangwind trägt und ein schöner Sonnenuntergang beendet einen abwechslungsreichen, erfolgreichen Tag.

Hangflug am Abend

Titelfoto: Prüfer Friedemann Küster gratuliert dem frisch gebackenen Piloten Lasse Sokoll