Streckenfluglager mit fliegendem Museum
Neun Pilotinnen und Piloten trafen sich zum diesjährigen Streckenfluglager in Oberhinkofen, das neben ambitionierten Streckenflugvorhaben auch jede Menge Gastfreundschaft, Gemeinschaft und fliegerische Vielfalt bot. Der Bayrische Wald, das Fichtelgebirge, die Fränkische Alb, tolle Flugreviere lockten, aber die Wetterbedingungen ließen leider kaum größere Streckenflüge zu.
Dennoch wurde die Zeit genutzt: Der Rhönflug Oldtimer Segelflugclub Wasserkuppe hatte parallel sein viertägiges Fliegerlager und dazu viele seiner alten Schätzchen mitgebracht: u.a. liebevoll restaurierte Grunau Babys, Ka 2B (Rhönschwalbe), eine farbenfrohe Slingsby T21b, die elegante Weihe 50 (ein offizielles Denkmal, das fliegt!), der markante Habicht und ein Bergfalke II (Mü 13 E). Da kam sofort Nostalgie auf: War doch der erste Bensheimer Doppelsitzer ein Bergfalke II, der damals in Eigenregie gebaut wurde und auf dem viele Piloten ihre ersten Starts erlebten.

Das Aufrüsten der alten Schätzchen ging meist flott von der Hand, trotz der vielen Bolzen, Anschlüsse und Sicherungen, vorausgesetzt, es gab genügend Hände. Kein Problem, die Bensheimer halfen gerne wenn nötig. Groß war die Freude, als sich zum Dank die Gelegenheit zum Mitfliegen bot. Das kleine Wetterfenster war perfekt für den kurzen Ausflug in alte Zeiten der Holzfliegerei.

Die Oberhinkofener Fliegerkameraden bemühten sich sehr um ihre Gäste. Aber am Wetter der Folgetage konnten sie nichts ändern. Doch abseits des Flugbetriebs bot Regensburg, Unesco-Welterbe-Stadt, mit ihrem besonderen Flair vielfältige Gelegenheiten für gemeinsame Unternehmungen.

So wurde das Lager trotz der begrenzten Streckenflugmöglichkeiten zu einer gelungenen Mischung aus Fliegen, Geschichte und Kameradschaft.
Am Ende waren sich alle einig: Auch wenn die großen Strecken ausblieben, bleiben viele nette Erinnerungen an besondere Flüge, interessante Gespräche und eine schöne gemeinsame Zeit.
Titelfoto: Stefan Schneider mit der Rhönschwalbe Ka2b
