Erstellt am /von Ulrike Pawel/ in FLUGBETRIEB, JUGEND

Das erste Mal alleine in der Luft

Ein Segelflugzeug steht am Start, die Haube schließt sich und Flugschülerin Svenja Thomas geht wie immer ihren Vorflugcheck gewissenhaft durch. Das Seil wird eingeklinkt, der Startleiter gibt die Startkommandos, wie immer. Höchste Konzentration, das Seil strafft sich, ein Ruck und Svenja ist frei! Sie fliegt alleine, ohne Fluglehrer, der ihren Flug dieses Mal vom Boden aus verfolgt. Im Bedarfsfalle kann er ihr per Funk mündliche Hilfestellung geben.

Der Steigflug wird flacher, ein Klack, das Windenseil löst sich vom Segelflugzeug und fällt zurück zur Winde. Das ist der Moment, wo sich auch im Cockpit die erste Anspannung löst. Und siehe da: Einsitzig kommt die ASK21 noch ein paar Meter höher als mit dem „Ballast“ Fluglehrer. Unten am Boden glaubt man Jubelschreie oben aus dem Segler vernehmen zu können. Ohne Widerspruch folgt das Schulungsflugzeug allein den Steuerbefehlen seiner Pilotin, bewegt sich frei am Himmel. Keine Kommentare von hinten. Endlich frei!

Doch bei aller Freude, die Bäume werden unaufhaltsam größer. Zeit für die Landung. Wieder volle Konzentration: Landecheck, Fahrt etwas erhöhen, Höhe kontrollieren. Routiniert geht die Hand der Pilotin an die Landeklappen. Unter den gespannten Blicken der Bodenmannschaft schwebt sie zur Landung ein. Kurz vor dem Boden die Flugzeugnase etwas höher, sanft abfangen und – geschafft!

Schon kommen die Gratulanten gelaufen. Die glückliche Flugschülerin und die stolzen Fluglehrer strahlen um die Wette.

Nach zwei weiteren Solostarts ist in Svenjas Ausbildungsnachweis auch gleich die A-Prüfung abgehakt.

Wir gratulieren und wünschen always happy landings!